Inspektion Motorrad

Motorradservice – So läuft eine Inspektion ab!

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Eine Wartung bei einem Motorrad läuft anders ab als bei einem Fahrzeug. Ein Ölwechsel bei einem Motorrad ist regelmäßiger notwendig als bei einem Fahrzeug. Bei einem Fahrzeug wird die erste Inspektion erst nach 30 bis 60.000 Kilometern fällig. Bei einem Motorrad durchschnittlich bis dato bei 5 bis 10.000 Kilometern. Durch die vielen mechanischen Teile an einem Motorrad wird eine Inspektion häufiger fällig. Viele Teile am Motorrad unterliegen einem ständigen Verschleiß. Hierzu gehören die Räderbefestigungen, der Motor und das Fahrgestell.

Es ist vieles einfach anders

Der Ölwechsel am Motorrad kann selbst gemacht werden. Ein Besuch bei der Werkstatt ist nicht notwendig. Für den Ölwechsel wird eine verschließbare Wanne sowie das neue Öl benötigt. Das Altöl nimmt in der Regel der Händler entgegen. Falls nicht, kann im Internet nachgelesen, wo es in der Nähe abgegeben werden kann. Der Ölwechsel wird öfter notwendig, als bei einem Auto. Von daher, gleich mal daran gewöhnen.

Die Wartung beim Motorrad

Bei jeder Wartung werden die Bremsen wie die Funktionsfähigkeit des Motors überprüft. Im Weiteren werden die Zündkerzen, die Einstellung der Lenkung, das Getriebe, die Räder und die Kupplung abgecheckt. Abschließend wird von der Werkstatt eine Probefahrt durchgeführt. Die Wartung sollte unbedingt in einer Fachwerkstatt erfolgen.

Der Trend zum längeren Intervall

Die Intervalle zwischen den einzelnen Inspektionen haben sich verlängert. BMW fing an, den Intervall auf 10.000 Kilometer zu erhöhen. Harley und Buell folgten ab 2004 auf 4 bis 8.000 Kilometer. Andere folgten ebenso auf durchschnittlich 10.000 Kilometer. BMW vertraut heute auf einen jährlichen Check. Aprillia geht mit dem neuen SL 750 Shiver so weit, dass nur jedes zweites Jahr oder nach 20.000 Kilometern eine Inspektion anstehen sollte. Jährlich bzw. nach höchstens 10.000 Kilometern muss jedoch die Werkstatt angefahren werden, um das Ride-by-wire-System zu kontrollieren. Doch bleiben erhebliche Unterschiede mit den Inspektionsintervallen, sodass eine pauschale Aussage nicht möglich ist. Kawasaki beispielsweise spricht von 12.000 Kilometern eine echte Inspektion durchzuführen und nach 6.000 lediglich eine Überprüfung der Bremsen, Reifen und Räder.

Mechaniker in der Werkstatt

Ein ziemliches Durcheinander

Händler berichten, dass die Motorräder in einem teils verkehrsgefährdendem Zustand unterwegs sind. Durch das entstandene Wirrwarr, weiß niemand mehr richtig Bescheid und es wird zur Inspektion gefahren, wann es sich jeder so denkt. Schlechte Batterien und geschmierte Ketten sowie schief montierte Hinterradachsen werden von den Werkstätten beklagt. Der jährliche empfohlene „Zwang“ zur Inspektion ist somit nicht willkürlich gewählt. Letztlich geht es um die Verkehrssicherheit der Motorradfahrer. Manche Motoren benötigen das Ventilspiel lediglich alle 20.000 Kilometer und manche gar erst nach 40.000 Kilometern. Die Werkstätten wünschen sich mehr Disziplin von den Motorradfahrern.

Extra-Tipp: Nicht nur die Maschine sollte regelmäßig inspiziert werden. Auch ein Blick auf die Motorrad Bekleidung ist immer sinnvoll. So sollten Hose, Schuhe und Jacke, wie zum Beispiel die John Doe Motorradjacke, aber selbstverständlich auch der Helm und die Handschuhe, auf Löcher und Risse überprüft werden.

Bildnachweis:
rh2010 – stock.adobe.com

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